2024-09-12 Interview 1 – Attitude and Mindset

BB: „Your attitude and mindset will determine your success more than your skills.“
Welche Bedeutung hat dieser Satz für dich?

HMS: Übersetzt geht es um die Begriffe Haltung und Einstellung/Gedankenfokus. Wenn man den Satz umkehrt, sprechen wir über das Thema „self fulfilling prophecy“. Damit meint man meistens was Negatives. Wenn ich meine Gedanken aber positiv ausrichte, dann kann auch hier eine self fulfilling prophecy entstehen. Wenn man sich seiner Arbeit bzw. seinem Umfeld positiv gegenüberstellt, ist man fokussiert: Was muss ich tun, um dahin zu kommen, wo ich hinmöchte? Anstatt sich immer zu beschweren, was nicht funktioniert. Dadurch spare ich Kraft. Positive Ausrichtung führt dazu, dass ich mich nicht über Nichtigkeiten ärgere.
Die erste Frage ist immer: Wo bin ich gerade? Die zweite Frage ist: Wo will ich hin? Und daraus ergibt sich: Was muss ich tun, um dahin zu kommen? Dann ist „Das ist alles sch****“ gar keine Option mehr, weil es nicht zielführend ist. Dafür braucht man attitude. Um sein Mindset so klarzuhaben, dass ich weiß, was ich tun muss, um mein Ziel zu erreichen.

BB: Können attitude und mindset erlernt werden? Was kann ich als FK tun in Bezug auf mein Team?

HMS: Erstens: Vorleben. Endlose Diskussionen abwürgen und fragen: „Freunde, wo wollen wir denn eigentlich hin? Bringt uns das gerade weiter, näher ans Ziel heran?“ Die Gesprächsführung übernehmen. Das Zweite ist: Ich kann mit meinem Team Vereinbarungen treffen, z.B.: „Wenn wir wieder mal in diesen Kreislauf kommen, dass alle nur noch schimpfen und nicht mehr konstruktiv sind, dann haben wir ein Codewort. Sobald jemand bemerkt, dass sich das ungünstig entwickelt, sagt er das Wort. Das kann Sombrero sein. Oder Spagetti. Oder idealerweise ein Begriff, mit dem jeder der Anwesenden etwas verbindet.

BB: Wie muss denn das Mindset beschaffen sein, damit ich erfolgreich bin?

HMS: Das kommt darauf an, was ich erreichen möchte. Wenn ich einfach einen Job haben möchte, mit dem ich gutes Geld verdienen will, dann muss mein Mindset „nur“ darauf ausgerichtet sein. Meine Motivation speist sich aus meiner Haltung und meinem Fokus. Das bedeutet, dass das eigene Mindset immer fluide ist, je nachdem, wie ich zum aktuellen Zeitpunkt meine Ziele definiere.
Ich muss meine Arbeit gerne machen, um langfristig darin erfolgreich zu sein. Deshalb sind meine inhaltlichen Fähigkeiten nicht so entscheidend wie meine Haltung, meine Einstellungen und meine Denkstruktur.

BB: Kann das eigene Mindset einen daran hindern, Ziele zu erreichen?

HMS: Ich glaube nicht – wenn man ein Ziel hat, für das man intrinsisch motiviert ist. Ein selbstgestecktes Ziel wird dazu führen, dass sich mein Mindset darauf ausrichtet. Ein fremdes Ziel, mit dem ich mich nicht identifizieren kann? Da wird mein Mindset nicht mitgehen. Und das ist auch das, was eine gute Führungskraft ausmacht. Die Zielformulierung an meine Mitarbeiter anzupassen, um ihnen die Chance zu geben, aktiv dabei zu sein.

2024-09-05 Wertschöpfung

Sommerzeit ist Urlaubszeit! Das gilt auch für mich – deshalb habe ich vor einigen Wochen einen neuen Reisepass beantragt. Eigentlich kein großes Ding, sollte man meinen. Faktisch habe ich mit meinem Antrag einen Prozess ausgelöst, der es in sich hatte. Dass ich zwischendurch ein aktuelleres Passbild beim Fotografen machen sollte (meines war schließlich schon deutlich älter als vier Wochen), welches dieser dann ausdruckte und die Verwaltungsfachangestellte im Bürgerbüro wieder einscannte, ist nur eine der vielen Kuriositäten in meiner Odyssee zum neuen Reisepass.

Wertschöpfung ist alles das, wofür mein Kunde bereit ist, zu zahlen. Unternehmen wissen das. Sie können einpacken, wenn sie diesem Kerngedanken nicht Rechnung tragen. Wenn ich als Kunde einen neuen Staubsauger kaufen möchte, mit dem Preis-Leistungsverhältnis und dem Kundenservice meines letzten Gerätes aber unzufrieden war – nun, dann kaufe ich mir heute ein Gerät einer anderen Marke.

Für Verwaltungen hingegen scheint die Kundenorientierung, durch die Firmen ihre Existenz sicherstellen, nicht zu gelten – was ein Trugschluss ist. Auch Verwaltungen haben ein Produkt. Und wir Bürger zahlen für dieses Produkt mit unseren Steuern. Wenn die Mehrheit der Dinge, die mit meinen Steuergeldern bezahlt werden, nicht meinen Wünschen und Bedürfnissen entspricht, wird es schwierig. Die Unzufriedenheit wächst.

Das heißt nicht, dass die Mitarbeitenden dort sich nicht nach Kräften mühen, um uns Bürger zufrieden zu stellen. Ganz im Gegenteil, ich glaube, alle geben ihr Bestes. Anscheinend hindert irgendetwas. Und genau deswegen müssen auch dort neue Wege gegangen werden.
Auch als Verwaltung muss ich mich den folgenden Fragen stellen:
❓Ist das Produkt (bzw. meine Dienstleistung) noch das Richtige?
❓Wem nützt diese Dienstleistung? Wer profitiert von ihr?
❓Ist der Prozess praktikabel genug?
❓Vereinfacht der Vorgang das Leben meiner Bürger?
❓Und nicht zuletzt: Ist das Produkt seine Kosten (noch) wert?
ARBEITEN WIR WERTSCHÖPFEND?

Verwaltungen müssen sich genau wie Unternehmen in der produzierenden Industrie immer wieder neu erfinden, um in den Augen der Bürger ihre Existenzberechtigung zu behalten. Wertschöpfung findet nicht nur in den Fabriken statt. Sie ist unter uns. Auch in den Bürgerbüros in Deutschland.
Wir brauchen eine Awareness für dieses Thema – und zwar bei den Führungskräften in den Verwaltungen. Am besten gestern. Alles andere ist Missbrauch am Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger.
Gerne stehe ich hierbei zur Diskussion und für Anregungen zur Verfügung.

2024-06-13 Perfekte Lösungen

Perfekte Lösungen haben Charme.

Sie werden allen Anforderungen gerecht, sie sind zu 100% durchdacht, sie sind kostengünstig, wenig aufwändig und nachhaltig. Sie kommen locker-flockig daher und belasten nicht. Perfekte Lösungen fühlen sich einfach gut an.

Sie haben allerdings ein Problem:

Es gibt sie nicht.

Wann immer ein Coach oder Berater mit der perfekten Lösung wirbt, solltest du stutzig werden. Und mehr noch: Selbst die Formulierung „Wir liefern maßgeschneiderte Lösungen“ hat dort, wo es um persönliche Entwicklung geht, nichts zu suchen. Wäre es so einfach, von außerhalb eine Lösung für dein Thema zu finden, zu „liefern“, bräuchtest du wohl kaum ein Coaching.

Du bist individuell. Und deshalb ist dein Problem individuell. Das ist der Grund, weshalb nur eine Person deine Lösung finden kann – und zwar du selbst.

Was wir aber tun können, ist, dich dabei zu begleiten. Dir einen Raum für die Lösungsentwicklung bieten und dich mit Sparring und Tools so zu unterstützen, dass wir gemeinsam herausfinden, wo dein Weg lang geht. Denn du musst diesen Weg nicht allein gehen.

2024-06-04 Bring ihn doch einfach mit!

Bei meinem Einstellungsgespräch sprachen mein zukünftiger Chef und ich über meinen Hund. Ich erzählte ihm, dass mein Hund noch jung ist. Und dass er mir viel bedeutet. Und was ich so mit ihm mache in meiner Freizeit.
„Na dann bring ihn doch einfach mit zur Arbeit,“ war die prompte Antwort.
Für meinen Chef stand außer Frage, dass mein Hund mich zur Arbeit begleiten darf.

Mein Chef selbst hat keinen Hund. Er findet Hunde ganz nett, man kann sie auch mal kurz streicheln, aber hochspringen und abschlecken und der ganze Kram – das muss nicht sein. Mein Chef ist sicher auch kein Fan von Hundehaaren auf dem Büroteppich und Wassertropfen auf dem Büroküchenboden.
Weshalb also war für ihn sofort klar, dass mit mir gemeinsam ein schwarz-weißer Border Collie in sein Büro einfallen würde?
Weil er zugehört hat. Weil er gemerkt hat, dass mein Hund maßgeblich zu meinem Wohlbefinden beiträgt und ich es genieße, nicht die ganze Zeit den Druck zu haben, pünktlich zu Hause sein zu müssen. Weil er priorisiert hat, dass ich mich wohlfühle.

Bei mir ist es der Hund. Bei dir ist es vielleicht ein ergonomischer Schreibtischstuhl oder etwas andere Pausenzeiten zu haben als der Rest der Belegschaft. Vielleicht ist es das Entgegenkommen, erst um 9.30 Uhr anzufangen oder mittwochs von zu Hause zu arbeiten.
Der Punkt ist: Wir werden gesehen. Unser Befinden ist wichtig und wird ernst genommen. Uns wird zugehört. Und so macht genau diese Botschaft (und nicht der Hund an sich) mich dankbar und loyal. Jeden einzelnen Morgen, an dem ich meinen Hund aus dem Kofferraum hüpfen lasse und mit ihm die Treppen hoch zum Büro laufe. Weil ich mich dort akzeptiert fühle, so, wie ich bin und mit allem, was ich nun mal mitbringe.

(Britta Blos, Team SMC)

2024 Das christliche Osterfest

Ostern, was ist das eigentlich?
Ich möchte Sie in den kommenden Tagen durch die Feiertage mit ein paar Erläuterungen und Gedanken hierzu begleiten. Frohe Ostern

Ostern – Das Fest der Auferstehung

„An Ostern feiern Christinnen und Christen die Auferstehung Jesu. Die Tage von Gründonnerstag bis Ostersonntag bilden den Höhepunkt des Kirchenjahrs. Wie kein anderes Fest führt das Osterfest in das innerste Geheimnis des Glaubens:
die Erlösung und die Neuschöpfung,
welche Gott in Jesus Christus vollbracht hat.“

So definiert Ostern die evangelische Kirche in Deutschland. Das ist unabhängig von den christlichen Konfessionen dieser Welt.

Wenn Sie Fragen und/oder Kommentare hierzu haben?
Bitte, tun Sie sich keinen Zwang an

schreiben Sie uns, oder machen Sie einen Termin mit uns!

Souchon Management Consulting

2024/03/14 Welche Potenziale haben Bauchentscheidungen?

Ein Satz, den wir immer wieder von vielen Führungskräften hören, ist: „Wenn der Tag nur zwei oder drei Stunden mehr hätte… Mir fehlt einfach überall Zeit.“

Zeitdruck ist ein weit verbreitetes Problem. Das ist schade, weil er uns an kreativen Schaffungsprozessen hindert. Gute Ideen brauchen Zeit. Zeit, um auch mal im Kreis denken zu können, um uns inspirieren zu lassen, um einfach irgendwie „außer der Reihe“ unterwegs zu sein. Etwas, das viele Ressourcen binden kann und uns schnell blockiert, sind anstehende Entscheidungen. Oft schieben wir Entscheidungen vor uns her, weil wir glauben, dass wir noch nicht alle Fakten kennen oder ausreichend berücksichtigt haben. Sicher gibt es bestimmte strategische Fragestellungen, für die ein sorgfältiges Abwägen notwendig ist. Aber die meisten Entscheidungen können wir ohne intensives Nachdenken von unserem besten Ratgeber treffen lassen: unserem Bauch.

Bauchentscheidungen werden zuweilen verteufelt, insbesondere von Menschen, die stolz auf ihre eigene rationale Herangehensweise sind. Dabei sind intuitive Entscheidungen so wertvoll. Unsere Intuition ist ein Werkzeug, das wir nutzen sollten, um Zeit zu sparen für die Dinge, die uns wichtig sind. Jede spontan getroffene Entscheidung schafft Zeit, in der wir uns stattdessen Themen widmen können, die unsere volle Aufmerksamkeit beanspruchen.

Bauchentscheidungen können deshalb so schnell getroffen werden, weil unser Unterbewusstsein blitzschnell die Sachlage bewertet hat und uns nach einer emotionalen Beurteilung der Fakten ein gefiltertes Ergebnis liefert. Dieser Filter steht uns jederzeit zur Verfügung und wird ausdefiniert durch unser Wertefundament. Eine intuitive Entscheidung ist echt. Sie ist mein ICH in Reinform. Sie hilft dabei, meine Position zu stärken, denn der Einzige, der diese Entscheidung so treffen kann, bin ich selbst. Auf den Mut zur Bauchentscheidung können wir zu Recht stolz sein.

Traut euch, immer mal wieder Dinge aus dem Bauch heraus zu entscheiden.
Schenkt euch selbst damit Vertrauen.

Team SMC

2024/01/27 Eine Lanze für die Führungskräfte

Es ist heute schwierig, Führungsnachwuchs zu finden, so hört man. Offenbar sinkt die Bereitschaft, die Verantwortung für eine führende Position zu übernehmen.
Gleichzeitig erleben 87% der Menschen kein durch Führung positiv geprägtes Arbeitsumfeld (vgl. Gallup Datenbank 2022).
Spannend, nicht? Der Führungsstil des Chefs missfällt, aber selbst machen will den Job auch keiner.

Die Frage ist: Warum ist mein Chef mein Chef? Weshalb ist meine Vorgesetzte meine Vorgesetzte und nicht umgekehrt?

In der Regel beruft einen jemand in die führende Position. Jemand, der bestimmte Qualitäten wahrnimmt, die ihm für die Position wichtig erscheinen. Das ist sicher manchmal die fast schon verschriene fachliche Kompetenz – aber in erster Linie ist es eine außergewöhnlich hohe Leistungsbereitschaft. Es ist der Wille, Verantwortung zu übernehmen und sich mit Tatkraft für ein Unternehmen einzusetzen. Wer diese Motivation nicht mitbringt, wird nicht zur Führungskraft.
Sicher lässt sich über die Kriterien trefflich diskutieren – und das dürfen und sollten wir auch tun. Dennoch bleibt ein Fakt stehen: Führungskraft bist du nicht „einfach so“. Es gibt einen Grund. Jemand hat an dich geglaubt und Dinge bei dir gesehen, die er bei anderen nicht gesehen hat.

Menschen werden zu Leadern. Sie sind es nicht automatisch mit der Umsetzung in eine führende Position. Und wir alle sollten die Geduld aufbringen, die wir auch mit jedem anderen Menschen haben, der eine neue Aufgabe das erste Mal ausführt. Wir müssen aushalten, dass Fehler passieren werden. Eine Führungskraft muss in ihre Position hineinwachsen dürfen. Das ist nicht in wenigen Wochen getan.

Sicher ist: Ein wertschätzender Umgang des Vorgesetzten mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist essenziell. Ein gutes Betriebsklima setzt Energien frei und macht ein Team erfolgreich. Nur ist Wertschätzung keine Einbahnstraße. Ganz viele Führungskräfte machen einen großartigen Job, sie erhalten dafür aber wenig Anerkennung. Es hagelt Kritik, und das von allen Seiten.

Wir setzen uns dafür ein, die Stärken, aber auch die Schwächen eines jeden Mitarbeiters – und eben auch explizit einer jeden Führungskraft – anzuerkennen und zu respektieren. Wir sind Partner für Führungskräfte und beraten bei der Führungskräfteentwicklung. Unsere Aufgabe ist es nicht, eine Führungskraft so zu verändern, dass sie geschmeidig wird, nicht mehr aneckt, in allen Umfragen 100 Punkte bekommt. Stattdessen unterstützen wir unsere Kunden dabei, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wo sie stehen und wo sie hinwollen. Menschen lassen sich nicht von außen verändern, aber wenn sie bereit sind, sich auf eine Reise zu sich selbst zu machen, dann können sie ihr volles Potenzial ausschöpfen und das Beste in sich freisetzen.

Lasst uns eine Lanze brechen für die, die zwischen den Stühlen sitzen. Für die, die viel emotionale Last schultern. Für all die Führungskräfte da draußen, die jeden Tag ihr Bestes geben.

Team SMC, 2024

2024/02/12 Angst vor KI?

KI durchzieht unternehmensinterne Prozesse Stück für Stück immer mehr. Die Frage ist längst nicht mehr, OB wir als Unternehmerinnen und Unternehmer KI nutzen, sondern WIE.

Und – genauso wichtig – wie wir diese Nutzung kommunizieren. Viele Menschen reagieren mit Verunsicherung auf die Einführung von KI-Systemen. Eine der größten Sorgen im Zusammenhang mit der Einführung von KI ist sicher der mögliche Verlust von Arbeitsplätzen – eine Sorge, die der Unternehmer gerade in Zeiten des Arbeitskräftemangels gar nicht unbedingt teilt. Repetitive Aufgaben werden durch KI-Systeme effizient erledigt. Arbeitsprozesse werden automatisiert. Gleichzeitig entstehen neue Rollen und Aufgaben, die spezifisches Fachwissen erfordern. Nutzen wir nun Umschulungsmaßnahmen und setzen Fachkräfte weitgehend ausschließlich für Tätigkeiten ein, für die Fachkräfte benötigt werden, so haben wir eine Chance, dass KI uns sinnvoll unterstützt und letzten Endes Arbeitsplätze sogar sichert. Unsere Aufgabe an dieser Stelle ist es, in Richtung der Mitarbeiter sauber und offen zu kommunizieren.

  1. Wir müssen unsere Leute mit ins Boot holen, ihnen Ängste nehmen und Entwicklungsperspektiven aufzeigen. Wir brauchen Verständnis dafür, dass unsere Leute hier aus ihrer Komfortzone herauskommen müssen und das erstmal unangenehm sein kann. Jobs, die vorher im Schlaf erledigt werden konnten, werden von KI-Systemen übernommen. Damit steigt insgesamt der inhaltliche Anspruch der Tätigkeiten, die nicht von KI erledigt werden können. Unsere Mitarbeitenden müssen erfahren dürfen, dass sie in der Lage sind, mit den Veränderungen mitzugehen und die Anforderungen erfüllen zu können.
  2. Weitere potenzielle Skepsis der Belegschaft sehen wir im Bereich Datenschutz. Die Nutzung von KI-Systemen erfordert den Zugriff auf große Mengen an Daten. Dies erfordert strenge Regularien, um sicherzustellen, dass sensible Informationen nicht missbraucht werden. Darüber hinaus müssen wir Unternehmer sicherstellen, dass KI-Systeme fair und verantwortungsvoll eingesetzt werden.
  3. Auch die potenzielle und faktische Abhängigkeit von KI wird von Mitarbeitern und Unternehmern als risikoreich empfunden. Das Versagen oder eine Störung der KI-Systeme kann zu schwerwiegenden Unterbrechungen im Arbeitsablauf führen und die Produktivität beeinträchtigen. Wir müssen daher im Vorhinein flexible Lösungen entwickeln, um diese Risiken zu minimieren und alternative, schnell umsetzbare Strategien für den Fall von technischen Problemen zu haben.

In diesen und vielen weiteren Bereichen halten wir eine saubere Kommunikation Richtung Mitarbeiter für essenziell.

Es lohnt sich, gemeinsam mit dem Betriebsrat eine gründlich vorbereitete Fragerunde anzubieten, in der interessierte oder skeptische Mitarbeitende zufriedenstellende Antworten bekommen. Dies steigert mit Sicherheit die langfristige Akzeptanz neuer Systeme und stärkt das Vertrauen in die Führung. Es schadet auch nicht, darauf hinzuweisen, an welchen Stellen auch im privaten Umfeld bereits im großen Stil KI genutzt wird.
Weitere Hinweise zur Nutzung von KI in Unternehmensberichten für die Stakeholder und in interner Kommunikation und Newsletter helfen den Umgang und Einsatz im Unternehmen transparent zu machen.

In Bezug auf den Produktionsablauf sind beispielsweise „Was-wenn“-Checklisten hilfreich, durch die jede und jeder Mitarbeitende genau weiß, was im Falle einer Störung zu tun ist. Auch hier kann die Belegschaft eingebunden werden. Dies führt zu Transparenz und Akzeptanz.

Team SMC