2025-02-21 Nachhaltigkeit

Nur ein Tropfen auf den heißen Stein?

Nachhaltigkeit ist eines der großen Themen unserer Zeit. Viele von uns fragen sich: Was kann ich persönlich beitragen, ohne dass es zu viel Zeit, Geld oder Kraft kostet? Und wie gehe ich mit dem Gefühl um, dass meine Bemühungen nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind?

Die gute Nachricht: Jeder Beitrag zählt – und oft sind es die kleinen, alltäglichen Entscheidungen, die eine große Wirkung entfalten können. Hier sind einige konkrete Ansätze, wie du nachhaltig handeln kannst, ohne dich zu überfordern.

1️⃣Kleine Schritte mit großer Wirkung
Du musst nicht dein gesamtes Leben umkrempeln, um nachhaltiger zu leben. Starte mit für dich einfachen Maßnahmen, wie z.B.:
🌱Bewusster Konsum: Kaufe nur das, was du wirklich brauchst. Weniger Konsum bedeutet weniger Ressourcenverbrauch. Unterstütze nachhaltige Produzenten/Herkunftsländer.
🌱Plastik vermeiden: Wiederverwendbare Trinkflaschen, Stoffbeutel und plastikfreie Alternativen können Plastikmüll drastisch reduzieren.
🌱Lebensmittelverschwendung minimieren: Plane deine Mahlzeiten, lagere Lebensmittel richtig und verwende Reste kreativ.
🌱Energie sparen: Schalte Geräte komplett aus (statt Standby), nutze LED-Lampen und senke die Raumtemperatur um ein Grad – das spart Energie und Geld.

2️⃣Wo kannst du besonders wirksam sein?
Nicht jede Maßnahme hat die gleiche Hebelwirkung. Wo kannst du für dich den größten Unterschied machen? Beispiele sind:
🌱Mobilität: Auf öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad oder Carsharing umsteigen. Flugreisen reduzieren oder kompensieren.
🌱Ernährung: Weniger Fleisch und tierische Produkte konsumieren. Eine pflanzenbasierte Ernährung hat einen enormen Einfluss auf den CO₂-Ausstoß.
🌱Investitionen und Finanzen: Prüfe, ob dein Geld nachhaltig angelegt ist (z. B. in Fonds mit ESG-Kriterien) oder ob deine Bank nachhaltige Projekte unterstützt.

3️⃣Die Grenzen des Einzelnen akzeptieren
Es ist wichtig zu verstehen: Du allein kannst nicht die Welt retten – und das musst du auch nicht. Nachhaltigkeit ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Dein Beitrag wird von anderen wahrgenommen und setzt ein Zeichen. Aber es gibt Bereiche, in denen Politik und Wirtschaft gefragt sind. Setze dich für systemische Veränderungen ein, z. B. durch Petitionen oder Gespräche in deinem Umfeld.

4️⃣Umgang mit dem „Tropfen auf den heißen Stein“-Gefühl:
🌱Kumulativer Effekt: Jeder Tropfen zählt! Millionen kleine Beiträge summieren sich zu großen Veränderungen.
🌱Vorbild sein: Dein Handeln inspiriert andere
🌱Fokus auf das Positive: Konzentriere dich darauf, was du bereits erreicht hast, anstatt dich von dem überwältigenden „großen Ganzen“ entmutigen zu lassen.

Also: Nachhaltigkeit muss weder teuer noch zeitaufwendig oder unkomfortabel sein – sie beginnt bei dir selbst und deinen Entscheidungen im Alltag. Wichtig ist, dass du dir bewusst machst: Deine Bemühungen sind wertvoll und ein Teil des größeren Ganzen. Gemeinsam können wir viel erreichen.
Fang klein an, bleib dran und inspiriere andere! 🌱🌱🌱

2025-02-13 Ehrenämter sind das Rückgrat unserer Gesellschaft

Na, haben Sie schon ein neues Ehrenamt gefunden? 😉

Im letzten Artikel haben wir aufgezeigt, dass auch ein Ehrenamt eine schöne Möglichkeit sein kann, uns zu aktivieren und gleichzeitig unsere Gesellschaft zu stützen.
Ehrenamtliches Engagement ist das Rückgrat unserer Gesellschaft. Es füllt Lücken, wo staatliche oder kommunale Strukturen nicht ausreichen, und trägt maßgeblich zum sozialen Zusammenhalt bei. Von der Nachbarschaftshilfe über Vereinstätigkeiten bis zur Katastrophenhilfe – Ehrenamtliche leisten einen unschätzbaren Beitrag. In einer Zeit, in der gesellschaftliches Engagement wichtiger denn je ist, stellt sich die Frage: Wie können wir Menschen, die ein Ehrenamt ausüben, angemessen würdigen und gleichzeitig vor Ausbeutung schützen?

Beispielhaft möchte ich einige Punkte aufführen, die zu einer deutlich verbesserten Zusammenarbeit unter bzw. mit Ehrenamtlichen führen können:

1️⃣Anerkennung: Regelmäßiges Feedback und öffentliche Anerkennung der geleisteten Arbeit sind essenziell.
2️⃣Weiterbildung: Angebote zur persönlichen und fachlichen Entwicklung zeigen Wertschätzung und fördern die Motivation.
3️⃣Einbindung: Ehrenamtliche in Entscheidungsprozesse einzubeziehen, signalisiert Respekt für ihre jeweilige Expertise.
4️⃣Ressourcen: Ausreichende Mittel und Unterstützung für die ehrenamtliche Tätigkeit bereitzustellen, ist ein Zeichen der Wertschätzung.

Wenn Sie als Ehrenamtlicher das Gefühl haben, ausgenutzt zu werden, hier einige Handlungsempfehlungen:

1️⃣Kommunikation: Sprechen Sie offen mit den Verantwortlichen über Ihre Wahrnehmung und Ihre Grenzen.
2️⃣Grenzen setzen: Definieren Sie klar, welche Aufgaben und welchen Zeitumfang Sie übernehmen möchten.
3️⃣Aufgaben überprüfen: Hinterfragen Sie, ob Ihre Tätigkeiten dem ursprünglichen Zweck Ihres Engagements entsprechen.
4️⃣Auszeit nehmen: Zögern Sie nicht, eine Pause einzulegen, wenn Sie sich überfordert fühlen.
5️⃣Zu guter Letzt: Erwägen Sie gegebenenfalls ein Engagement in einem anderen Bereich oder einer anderen Organisation.

Ehrenamtliches Engagement ist von unschätzbarem Wert für unsere Gesellschaft. Um es nachhaltig zu gestalten, müssen wir eine Kultur der Wertschätzung pflegen und gleichzeitig wachsam gegenüber Ausbeutungstendenzen sein. Organisationen sind gefordert, klare Strukturen zu schaffen, die die Arbeit von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen fair regeln.
Ehrenamtliche selbst sollten sich ihrer wichtigen Rolle bewusst sein und selbstbewusst für ihre Rechte und Grenzen einstehen. Letztendlich geht es darum, eine Balance zu finden zwischen dem Wunsch, sich für die Gesellschaft einzusetzen und dem Bedürfnis nach Anerkennung und fairer Behandlung.

Nur wenn wir das Ehrenamt als wertvolle, aber freiwillige Ressource respektieren und schützen, können wir sein volles Potenzial für eine starke und solidarische Gemeinschaft ausschöpfen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Thema Ehrenamt gemacht?

2025-02-06 Trübe Zeiten …

… für Ziele und Vorsätze

Der Februar ist ein super Zeitpunkt, mal zu checken, wie das mit den guten Vorsätzen für 2025 bisher so hingehauen hat. Seien wir ehrlich – oft gar nicht mal so gut. Bis zum Frühling dauert es noch eine Weile, und viele von uns spüren den sogenannten “Winterblues”. Doch wie schaffen wir es, die trüben Monate zu überstehen – oder sogar aktiv zu nutzen? Hier sind einige Gedanken und Tipps, um diese Zeit positiv zu gestalten.

1️⃣Ziele setzen und Pläne schmieden

Der Jahresbeginn ist eine großartige Zeit, um über persönliche oder berufliche Ziele nachzudenken. Was möchten Sie in den nächsten Monaten erreichen? Welche Projekte stehen an? Indem wir uns auf die Erreichung unserer Ziele fokussieren und konkrete Pläne machen, lenken wir unseren Blick weg von der Dunkelheit des Winters hin zu einer positiven Perspektive. Vielleicht planen Sie schon Ihren nächsten Urlaub oder nehmen sich vor, eine neue Sprache zu erlernen?

2️⃣Routinen und kleine Highlights schaffen

Der Januar ist der perfekte Monat, um neue Routinen zu etablieren. Ob es ein täglicher Spaziergang an der frischen Luft ist, eine Morgenmeditation oder das Lesen eines inspirierenden Buches – kleine Rituale können uns Struktur geben und für Wohlbefinden sorgen. Wichtig ist dabei: Schaffen Sie sich bewusst kleine Highlights im Alltag, auf die Sie sich freuen können.

3️⃣Bewegung und frische Luft

Auch wenn es draußen kalt und ungemütlich ist: Bewegung ist ein Schlüssel, um den Winterblues zu vertreiben. Schon 30 Minuten Spazierengehen im Tageslicht können Wunder wirken. Das natürliche Licht hilft unserem Körper dabei, Vitamin D zu produzieren, was sich positiv auf unsere Stimmung auswirkt. Wer es intensiver mag, kann Joggen, Yoga oder Fitnessübungen in den Alltag integrieren – Hauptsache, der Kreislauf kommt in Schwung.

4️⃣Soziale Kontakte pflegen

Im Winter neigen wir dazu, uns zurückzuziehen – doch gerade jetzt sind soziale Kontakte besonders wichtig. Verabreden Sie sich mit Freunden oder Familie, auch wenn es nur für einen Kaffee oder einen Videoanruf ist. Der Austausch mit anderen gibt uns Energie und hilft dabei, die dunklen Tage leichter zu überstehen. Willst du noch eine Schippe drauflegen, überlege dir, ob du dich irgendwo ehrenamtlich engagieren kannst. Das verschafft dir neue Kontakte, eine gesellschaftlich wertvolle Aufgabe und fühlt sich einfach gut an.


➡️Fazit: Den Winter aktiv gestalten!

Ja, der Januar kann grau sein – aber er bietet auch die Chance auf einen Neustart und darauf, bewusster mit uns selbst umzugehen. Indem wir aktiv werden, bei Bedarf mit Veränderungen beginnen und kleine Freuden in den Alltag integrieren, können wir diese Zeit nicht nur überstehen, sondern sogar genießen.
Und eines ist sicher: Der Frühling kommt bestimmt! Bis dahin liegt es an uns, das Beste aus diesen Wochen zu machen.


Wie gehen Sie mit den trüben Wintermonaten um? Wenn Sie mit uns Ihre Tipps teilen möchten, dann machen Sie doch einen Termin mit uns.

2025-01-30 Erfolg-Motivation-Disziplin

In der Welt der beruflichen und auch persönlichen Entwicklung hören wir oft von der Bedeutung der Motivation oder der Notwendigkeit von Disziplin. Doch selten wird darüber gesprochen, wie diese beiden Kräfte zusammenwirken und sich gegenseitig verstärken. Lassen Sie uns einen tieferen Blick auf diesen Zusammenhang werfen.

⚡️Der Funke der Motivation
Motivation ist der Funke, der uns in Bewegung setzt. Sie ist die innere Kraft, die uns dazu bringt, neue Projekte anzugehen, Ziele zu setzen und Träume zu verfolgen. Ohne diesen initialen Impuls würden viele großartige Ideen nie das Licht der Welt erblicken. Doch wie oft haben wir erlebt, dass die anfängliche Begeisterung nachlässt? Hier kommt die Disziplin ins Spiel.

💪Die Kraft der Disziplin
Disziplin ist das Rückgrat unseres Handelns. Sie definiert die Fähigkeit, auch dann weiterzumachen, wenn die erste Euphorie verflogen ist. Disziplin befähigt uns dazu, täglich kleine Schritte zu machen, auch wenn wir gerade keine Lust haben oder Zweifel aufkommen.

🔄Der Kreislauf des Erfolgs
Hier offenbart sich der wahre Zusammenhang: Motivation bringt uns zum Start, Disziplin hält uns auf Kurs. Und dann geschieht etwas Bemerkenswertes: Durch die konsequente Arbeit, die aus der Disziplin erwächst, stellen sich erste Erfolge ein. Diese Erfolge, seien sie noch so klein, nähren wiederum unsere Motivation. Es entsteht ein sich selbst verstärkender Kreislauf:

1️⃣Motivation initiiert das Handeln
2️⃣Disziplin hält das Handeln aufrecht
3️⃣Erfolge entstehen durch konsequentes Handeln
4️⃣Diese Erfolge befeuern wiederum unsere Motivation

Verstehen wir diesen Zusammenhang, eröffnen sich neue Perspektiven auf unseren Weg zum Erfolg. Es geht nicht darum, ständig hochmotiviert zu sein oder sich durch eiserne Disziplin zu quälen. Vielmehr geht es um das Bewusstsein für diesen dynamischen Prozess. Indem wir lernen, beide Kräfte zu nutzen und zu pflegen, schaffen wir die Grundlage für Erfolg und persönliches Wachstum.


🤍 Welche Erfahrungen habt ihr mit Motivation und Disziplin gemacht? Wann fällt es euch leicht, euch zu disziplinieren, und wann fällt es euch schwerer?

2025-01-23 Werte und Selbstachtung

Samstagvormittag auf dem Kinderspielplatz.
„Marie, heb bitte das Papier vom Boden auf und mach es in den Mülleimer! Wir lassen unseren Müll nicht liegen. Was, wenn das jeder tun würde?“

„Nina, du darfst dem Cem nicht die Schaufel auf den Kopf hauen. Das tut ihm weh. Sag ihm mit Worten, was du möchtest!“

„Leon, mach doch ein bisschen Platz auf der Bank, damit Oma sich setzen kann.“

Anstand, Manieren, gutes Benehmen – Dinge, die vielen Menschen zu Recht wichtig sind und die sie deshalb auch ihren Kindern vermitteln. Dem zugrunde liegt ein Werteverständnis: Wie wollen wir gemeinsam leben? Welche moralischen Pflichten habe ich? Wo enden meine Rechte, wo beginnen die meines Gegenübers?

Dass eine gewisse Werteorientierung für eine Gesellschaft von großer Wichtigkeit ist, steht außer Frage. Anstand, Manieren und gutes Benehmen zeigen sich als logische Konsequenz unserer Werte nach außen. Werte tragen uns in der Gemeinschaft mit anderen Menschen.

Die Einhaltung unserer Werte hat aber noch einen anderen, nicht zu unterschätzenden Einfluss.
Wenn ich zwar von mir sage „Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind mir total wichtig“, das aber personenabhängig nicht immer einhalte, dann verrate ich meine eigenen Werte. Natürlich schadet das zunächst mal meiner Beziehung zu anderen Menschen, ich verliere ihr Vertrauen. Aber es richtet noch einen anderen, nicht minder großen Schaden an:

Wenn ich mich selbst immer wieder dabei beobachte, wie ich nicht wertekongruent handle, dann sinkt letztlich meine Selbstachtung. Denn wie soll ich mich selbst respektieren und wertschätzen, wenn ich nicht integer bin? Wenn mein Denken, mein Sagen und mein Tun nicht zusammenpassen?
Meine Umwelt verdient es, meinem Wort Glauben schenken zu können. Aber ich verdiene es auch selbst. Und ich ruiniere sukzessive mein Selbstbild, wenn ich mir dieses Geschenk verwehre.

2025-01-16 Klappts nicht mit den Vorsätzen?

Letzte Woche haben wir im Zusammenhang mit guten Vorsätzen die SMART-Methode angesprochen. Nun sind wir alle nur Menschen und trotz umfassender, sorgsamer, strategischer Planung scheitern wir doch häufig an unseren (selbstgestellten) Vorhaben.
Wir bringen unsere Vorsätze nicht in eine Routine. Oftmaliges Wiederholen bildet eine Routine, ein eingeübtes Verhalten. Routine bildet das Fundament für Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit ist eine gute Basis für die erfolgreiche Umsetzung von Vorsätzen!

🙏Ein Aspekt, den wir letzte Woche noch nicht angesprochen haben, ist die mangelnde Motivation. Oft geschieht eine bestimmte Zielsetzung aus einem inneren Druck oder gesellschaftlichen Erwartungen heraus, anstatt aus echter Begeisterung für die Umsetzung. Wenn das Warum nicht klar definiert ist, fehlt die Motivation, die nötig ist, um die gesteckten Ziele auch tatsächlich zu verfolgen. Es ist hilfreich, sich regelmäßig bewusst zu machen, wieso die Veränderung gewünscht ist und welchen Nutzen sie mir bringt.

➡️Zusätzlich kann das Fehlen von konkreten Handlungen und Strategien zur Umsetzung der Vorsätze ein Hindernis darstellen. Ein Plan, der die Schritte aufzeigt, die zur Zielerreichung führen, ist unerlässlich. Dies sollten wir auch beim Einsatz von SMART bedenken. Das Aufteilen von großen Zielen in kleinere, überschaubare Aufgaben macht diese greifbarer und weniger überwältigend – steigern können wir uns immer noch! Auf diese Weise überlisten wir uns ein bisschen selbst. 🙂

👬Relevant ist auch der Einfluss von Umfeld und Unterstützungsnetzwerken. Oftmals fühlen sich Menschen, die ihre Vorsätze alleine verfolgen, schneller entmutigt. Ein unterstützendes Umfeld kann den Unterschied ausmachen. Der Austausch mit Gleichgesinnten, sei es im Freundeskreis oder in professionellen Netzwerken, fördert die Motivation und das Durchhaltevermögen.


Was hat euch in der Vergangenheit dabei geholfen, eure Vorsätze einzuhalten und eure Ziele zu erreichen?

2025-01-09 Gute Vorsätze – aber SMART

Der eine belächelt sie nur müde, für den anderen sind sie fester Bestandteil eines jeden Jahreswechsels: die guten Vorsätze. Ob es sich um die Verbesserung der Fitness, das Erlernen einer neuen Sprache oder die berufliche Weiterentwicklung handelt – viele Menschen nehmen sich vor, ihr Leben zu verändern. Doch wie oft bleiben diese Vorhaben unvollendet oder werden nach wenigen Wochen wieder aufgegeben?

Ein Grund für das Scheitern von guten Vorsätzen liegt oft in der fehlenden Realisierbarkeit. Zu ambitionierte Ziele, die über einen kurzen Zeitraum hinweg nicht zu erreichen sind, führen schnell zu Frustration. Zieldefinition und -formulierung gehören zu den wichtigsten Bausteinen, wenn es darum geht, eine Veränderung herbei zu führen.

Die bekannte SMART-Methode (spezifisch, messbar, attraktiv, realisierbar, terminiert) kann hierbei als hilfreiches Werkzeug dienen.

💡Spezifisch:
Viele Vorsätze lauten zum Beispiel: „Ich möchte fitter werden.“
Ein spezifisches (und damit viel wahrscheinlicher erfüllbares) Ziel ist so formuliert: „Ich möchte dreimal pro Woche ins Fitnessstudio gehen.“

💡Messbar:
Messbar ist dieses Ziel auch direkt, weil wir die drei Trainingseinheiten im Terminkalender eintragen und damit monatlich überprüfen können, ob wir noch gut dabei sind.

💡Attraktiv:
Ein attraktives Ziel ist eines, das uns motiviert, es zu erreichen. Wenn ich nur fitter werden möchte, weil mein Arzt meint, dass das für meinen Blutdruck gut wäre, ist das viel weniger attraktiv als wenn ich mir von mehr Fitness direkte Auswirkungen auf mein Leben erhoffe. Wenn mir klar ist, dass mein fitteres Ich Ende 2025 locker drei Stunden wandern gehen oder mit den Kindern (ohne ständige Verschnaufpausen) im Garten toben kann, dann zieht das mehr.

💡Realisierbar:
Und das bringt uns auch direkt zum nächsten Punkt: War ich bisher ein Bewegungsmuffel und kämpfe mit 20 kg Übergewicht, dann ist der Boston Marathon im nächsten Jahr evtl. ein zu hoch gestecktes Ziel. Realisierbare Ziele machen Spaß und motivieren zum Dranbleiben.

💡Terminiert:
Zu guter Letzt: Ein gut formuliertes Ziel ist terminiert. Ein klarer Zeitrahmen hilft, den Fortschritt zu überwachen, den Fokus zu behalten und motiviert zu bleiben. Kleine Schritte mit kurzen Terminen.

Und immer im Kopf behalten: Die Umsetzung von guten Vorsätzen ist kein einmaliges Event, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Rückschläge gehören dazu, aber sie sollten nicht entmutigen. Vielmehr können sie als Lernchancen betrachtet werden, um sich selbst besser zu verstehen und die eigenen Ziele gegebenenfalls neu zu formulieren. Dann ist dieser 1. Januar auch gar nicht mehr so wichtig. Veränderung findet ständig statt! Was wir wirklich ändern wollen (!), das muss nicht bis Silvester warten.

Habt ihr Vorsätze?
Wie geht ihr generell mit selbstgesteckten Zielen um – formuliert ihr sie sauber aus oder schweben sie eher im Hintergrund mit?

2025-01-02 Ein gesegnetes Neues Jahr

„Prüft alles und behaltet das Gute!“, 1. Thessalonicher 5,21

Liebe Freunde und Geschäftspartner,
ein Freund schickte mir zum neuen Jahr eine Sammlung von Sprüchen aus Persien.
Dazu muss man wissen: Ich sammle Sprichworte. Wenn sie mir gefallen, behalte ich diese.
Dieses Jahr hat mir besonders folgender Spruch gefallen (der im Übrigen auch zu einigen unserer Postes dieses Jahr passt):
„Höflichkeit ist ein Wert, der nicht nur den Empfänger, sondern auch den Spender bereichert.“

Beim Lesen dieser Sprüche ist mir der Altjahresabendgottesdienst in den Sinn gekommen, aus dem ein Gedanke hängengeblieben ist, der mich nicht mehr loslassen will.
Da ging es auch um zwei Sprüche, nun nicht ganz aus Persien, aber aus einem Land, das wir heute Palästina nennen.
Und rund 2000 Jahre alt.

Wir haben letztes Jahr die Jahreslosung gehabt:
„Alles was Ihr tut, geschehe in Liebe“, 1. Korinther 16,14
– das hat sich in dieses Jahr in
„Prüft alles und behaltet das Gute!“, 1. Thessalonicher 5,21
geändert.

Wenn wir uns das im Lichte der Themen, die vor uns stehen, anschauen, dann kann ich mich da nur aus ganzem Herzen anschließen.
Warum?
Ein Beispiel gefällig?
Wie lieblos sind wir im letzten Jahr mit der Ampel und anderen Politikern umgegangen?! Da kommt es gerade recht, dass wir uns für die Wahl alles ganz genau anschauen und das Gute davon behalten!

Da sage noch jemand, das Wort Gottes hätte uns heute nichts mehr zu sagen.
So wünsche ich uns allen ein gesegnetes neues Jahr 2025, in dem wir uns die guten Dinge herauspicken und behalten.
Martin Souchon
mit dem SMC Team

2024-12-26 Danke für ein gutes Miteinander 2024

Und zack – ist das Weihnachtsfest schon wieder vorbei. Die Weihnachtszeit an sich geht noch ein paar Tage und endet am 6. Januar mit dem Dreikönigstag. Ein guter Zeitpunkt also, um jetzt einmal kurz innezuhalten und zu reflektieren.

Wir haben in den letzten Wochen viel darüber geschrieben, wie wir „unser Weihnachten“ gestalten können. Wir haben uns damit auseinander gesetzt, welche Rolle Erwartungen spielen und euch ein paar ganz handfeste Tipps gegeben, wie ihr Familienärger und Stress proaktiv vermeiden könnt. Außerdem haben wir euch dazu angeregt, einmal darüber nachzudenken, wie ihr euch Weihnachten eigentlich wünscht. Was euch wirklich wichtig ist.

Wer sich den letzten Absatz nochmal durchliest und dabei an das kommende Jahr denkt, merkt vielleicht, dass uns diese Gedanken nicht nur an Weihnachten, sondern überall im Leben dienlich sein können. Die Adventszeit kann wunderbar beispielhaft für unser ganzes Leben stehen. Erwartungen, Vorfreude, aktives Gestalten, Stressreduktion – das sind doch Themen, die wir kennen!

Die Zeit „zwischen den Jahren“ – ein magischer Ausdruck, wie ich finde – eignet sich perfekt dafür, uns ein paar dieser grundsätzlichen Fragen zu stellen.

Lasst uns ganz konkret beginnen:
– Wie hast du die letzten drei Tage verbracht?
– Wie ging es dir?
– Wie bist du mit deinen eigenen Erwartungen an Weihnachten umgegangen?
– Möchtest du nächstes Weihnachten etwas anders machen?

Und im nächsten Schritt vielleicht (das kann jeder für sich anpassen):
– Wie hast du dieses Jahr verbracht?
– Wie ging es dir?
– Welche Rolle haben deine Erwartungen gespielt? Wurden sie erreicht? Wann ja, wann nein? Wurden sie in einem bestimmten Bereich sogar übertroffen?
– Möchtest du nächstes Jahr etwas anders machen? Was und wer kann dir dabei helfen?


Wir bedanken uns in diesem Sinne bei allen Leserinnen und Lesern. Wir blicken auf ein politisch und gesellschaftlich unruhiges und für viele Menschen hartes Jahr zurück.
Schön, dass ihr euch trotzdem die Zeit genommen habt, hier hin und wieder mitzulesen bzw. zu kommentieren.

Auf ein gutes neues Jahr.

2024-12-19 Familienzoff unterm Weihnachtsbaum

Ab einem bestimmten Alter hat fast jeder eine Geschichte zum Thema „gecrashtes Weihnachten“ zu erzählen. Die Weihnachtsfeiertage scheinen fast prädestiniert für Stress mit der Verwandtschaft.
Viele Menschen haben eine idealisierte Vorstellung davon, wie die Feiertage aussehen sollten: Harmonische Familientreffen, festliches Essen und beschenkte Kinderaugen – davon haben wir in den letzten Posts schon gesprochen. Diese Erwartungen können enormen Druck erzeugen. Wenn die Realität nicht mit diesen Vorstellungen übereinstimmt, entstehen Enttäuschungen, die leicht in Streitigkeiten umschlagen können.

😈Typische Konfliktauslöser sind:

1. Familienkonstellationen: Unterschiedliche Familienstrukturen und -traditionen können zu Missverständnissen führen. Es gibt oft unterschiedliche Auffassungen zu Feiertagsbräuchen und -ritualen, die Konflikte hervorrufen können.

2. Finanzielle Belastungen: Die finanziellen Aspekte der Geschenke, das Festessen und die Dekoration können zusätzlichen Stress erzeugen. Wenn die finanzielle Situation angespannt ist, kann das leicht zu Streitigkeiten führen.

3. Emotionale Belastungen: Weihnachten kann für viele auch eine einsame Zeit sein, besonders für Menschen, die kürzlich einen geliebten Menschen verloren haben. Diese Traurigkeit kann sich in Reizbarkeit und Konflikten äußern. Außerdem ist Weihnachten eine intensive Zeit. Oft ruht die Arbeit und wir haben Zeit, uns mit uns selbst und unserer Familie zu beschäftigen. Das kann alten Konflikten Raum verschaffen, die sich dann sprichwörtlich unter dem Weihnachtsbaum entladen.

❤️Um die Feiertage harmonischer zu gestalten, helfen folgende Strategien:

1. Realistische Erwartungen setzen: Anstatt dich von idealisierten Bildern leiten zu lassen, mach dir bewusst, dass Weihnachten nicht perfekt sein muss. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sind entscheidend.

2. Offene Kommunikation: Sprich im Voraus über Pläne, Erwartungen und Bedenken. Kläre, was dir wichtig ist, und höre zu, was andere zu sagen haben.

3. Gemeinsame Rituale aufbauen: Findet traditionsübergreifende Rituale, die für alle Familienmitglieder angenehm sind. Dies schafft eine gemeinsame Basis und führt dazu, dass sich jeder integriert fühlt.

4. Stressmanagement: Nimm dir Zeit für sich selbst. Tu immer wieder zwischendrin Dinge, die dir gut tun und durch die du auftanken kannst.

5. Grenzen setzen: Wenn es bestimmte Themen gibt, die in der Familie immer wieder zu Konflikten führen, setze Grenzen. Es spricht auch nichts dagegen, bestimmte Themen für die Feiertage mit einem kleinen Augenzwinkern ruhen zu lassen.


🎄Die Weihnachtszeit muss keine Zeit voller Konflikte und Streitigkeiten sein. Indem wir unsere Erwartungen realistisch anpassen, offen kommunizieren und bei Bedarf wertschätzend Grenzen ziehen, können wir die Feiertage als das verbringen, was sie sein sollten: eine Zeit der Liebe, des Miteinanders und der Freude.